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Bösel, Philosophie und Enthusiasmus [«]

Frankfurter Rundschau, Christine Pries (05. Jänner 2009)

"Vielleicht, mutmaßt der österreichische Philosoph Bernd Bösel, ist der Rückgang des öffentlichen Interesses an der Philosophie dem mangelnden Enthusiasmus der Philosophen geschuldet, in jedem Fall spielt der Enthusiasmus als philosophische Kategorie heute im Gegensatz etwa zu Platons Zeiten so gut wie keine Rolle mehr.

Dem 1977 geborenen Autor zufolge liegt das daran, dass der 'göttliche Wahnsinn' im Laufe der Philosophiegeschichte gleich an zwei Fronten sozusagen erstickt wurde: durch seine Opposition einerseits zur Melancholie, die besonders in der existentialistischen Tradition als eigentliche Grundstimmung des Philosophierens gilt, der sich die enthusiastische Hochstimmung unterzuordnen hätte. Und durch seine Opposition zur rationalistischen Nüchternheit andererseits, wie sie seit Locke und Bacon zum neuzeitlichen philosophischen Ideal erklärt wurde, das sich bis zu den Stoikern rückverfolgen lässt. " 

Frankfurter Rundschau, Christine Pries (05. Jänner 2009)