morgenpost.de, 20.11.2009 (Maria Selchow)
"Der Hype um den angesagten Szene-Bezirk Mitte, verpackt in ein Gedicht mit dem Titel "Mitteboy". [...] Nur eine der vielen, alltäglichen Beobachtungen, die Boris Preckwitz literarisch verarbeitet. [...] Neokommunisten, Broker, Models oder geneppte Städtereisende: Sie alle werden unter die Lupe genommen.
Die Ästhetik der Texte basiert auf der Kombination von Sprache und Form. Die Gedichte funktionieren auf diese Weise "on page and on stage", also sowohl in schriftlicher als auch in vorgetragener Form. [...]
Sein Buch "szene?leben" verfolgt [das] Werkkonzept: Populärkultur trifft auf klassischen Kanon und literarische Traditionen werden wie selbstverständlich nebeneinander gestellt. Liebesgedichte, Sozialkritisches, eine Hommage an literarische Vorbilder wie Rimbaud und Majakowski: Wie durch eine Galerie soll der Leser durch die Gedichte wandeln, jedes Bild anders als das vorherige. "Lyrik sollte frei sein", so Preckwitz, "sie muss sich aber auch dem Vergleich stellen." Schließlich geht die literarische Form bis in die Frühzeit der Menschheitsgeschichte zurück. Die Stimme einer Zeit und ihrer Protagonisten, gegossen in eine besondere Kunstform - das kann Lyrik auch im 21. Jahrhundert sein."
Lesen Sie die gesamte Rezension hier.