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Herbst 2016

Der Passagen Autor Alain Badiou, mit mittlerweile über zehn Büchern in unserem Verlag vertreten, ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten zeitgenössischen Philosophen avanciert. Früher als andere hat er den ungehemmten, globalisierten Turbokapitalismus als zentrales Problem erkannt, das den unzähligen empörenden Fehlentwicklungen und Ungerechtigkeiten unserer Zeit zugrunde liegt. Damit ist er zum Vordenker einer neuen Welle
kapitalismuskritischer Reflexionen geworden, die sich zum Teil auf ihn berufen, sich aber auch von der von ihm forcierten Wiederbelebung der Idee des Kommunismus absetzen.

Alain Badious neues Buch Was tun? Dialog über den Kommunismus, den Kapitalismus und die Zukunft der Demokratie ist somit unser Spitzentitel in diesem Herbst. In einem lebhaften und aufschlussreichen Dialog mit Marcel Gauchet verteidigt und differenziert Alain Badiou seine vor allem von antitotalitären Denkern als naiv und geschichtsvergessen kritisierte Schlussfolgerung, die Wiederbelebung der Idee des Kommunismus wäre der Königsweg für eine Verbesserung der Zustände.

Anselm Lenz, Alix Faßmann und Hendrik Sodenkamp vom Haus Bartleby, ein junges Berliner Kollektiv, liefern unseren zweiten wichtigen Beitrag zur Analyse und Kritik des globalisierten Kapitalismus: Das Kapitalismustribunal. Zur Revolution der ökonomischen Rechte. Die Originalbeiträge von Alain Badiou, Graeme Maxton, Angela Richter, Saskia Sassen, Ilija Trojanow und vielen anderen verstehen sich als „Abrechnung mit einem System
ohne Zukunft und Anleitung zu einer Revolution ökonomischer Rechte“. Das Mai-Tribunal im Theater brut Wien verhandelt die Pros und Contras dieser Anklagen in einer öffentlichen Debatte. Die Ergebnisse erscheinen danach als Folgeband im Passagen Verlag.

Auf der Suche nach dem verlorenen Realen, ein weiterer neuer Titel von Alain Badiou in diesem Herbst, zeigt die große Bandbreite seiner Themen und den Zusammenhang zwischen seinen politischen und philosophischen Positionen in einem kohärenten, philosophisch begründeten Weltbild. Damit liefert er schlüssige Erklärungen für eine unübersichtlich gewordene Welt und bietet Orientierungsmöglichkeiten; hierauf beruht der große Erfolg seiner Bücher, gerade bei jungen Leserinnen und Lesern, den auch seine überlaufenen öffentlichen Vorlesungen in Paris immer wieder eindrücklich zeigen.

Der Passagen Verlag ist der Pionier und bis heute führende Verlag für die Übersetzung des zeitgenössischen französischen Denkens in die deutsche Sprache. Und natürlich haben wir auch wieder viele andere Bücher unseres französischen Autorenstamms in unserem Programm, dessen Arbeit wir nun schon fast 30 Jahre ins Deutsche übertragen: so etwa von Jacques Derrida, der in seinem Buch Von der Gastfreundschaft eine Ethik der Dekonstruktion
zu formulieren versucht, und Jean Baudrillard, der in Das Andere selbst einen Überblick über seine Arbeit und seine zentralen Begriffe gibt.

Jean-Luc Nancy befasst sich in seinem neuen Buch Lust mit der Geschichte des Genießens und der Lust und rehabilitiert sie gegen ihre Verdammung im Namen einer höheren Moral. Ein weiteres Buch im Herbst zu diesem Thema ist Slavoj Žižeks Die Metastasen des Genießens. Sechs erotisch-politische Versuche.

Auch von Robert Fleck gibt es wieder ein neues Buch, das seine kunsttheoretischen und kunsthistorischen Schriften im Passagen Verlag fortsetzt. Das Atelier im 21. Jahrhundert untersucht auf Basis zahlreicher Atelierbesuche bei namhaften Künstlerinnen und Künstlern den Strukturwandel des Ateliers in der Gegenwart.

Die neue Reihe „Passagen Wissenschaft – Transformation – Politik“ wird sich kompetent und umfassend mit der Entwicklung der Wissenschaften und ihrer Institutionen beschäftigen. Gestartet wird die Reihe mit Antonio Loprieno, derzeit Präsident des österreichischen Wissenschaftsrates, und seinem Buch Die entzauberte Universität. Loprienos These: Eine nüchterne Analyse sei die Voraussetzung einer erfolgreichen Entwicklung unserer Universitäten, sofern sie nicht nur ökonomische Interessen bedienen, sondern auch ihren Bildungsauftrag berücksichtigen wollen.

Peter Engelmann

Zum Herbstkatalog 2016 als PDF-Version gelangen Sie hier.

 
Peter Engelmann

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