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Helmut Willke
Steuerungs- und Regierungsfähigkeit der Politik
Herausgegeben von Karl Duffek

Reihe Passagen Hefte

Willkes Ausgangspunkt ist ein systemtheoretisches Verständnis von Gesellschaft, wonach Politik als ein Funktionssystem unter anderen zu sehen ist. Politik, so argumentiert Willke, verliert im Prozess funktionaler Differenzierung die Position einer zentralen Steuerungsmacht. Ein Einbekenntnis dieser Entwicklung könnte der Politik dazu verhelfen, von Aufgaben entlastet zu werden, die sie heute nicht mehr zu leisten imstande ist. Es verlieren auch die traditionellen Universalformeln für politisches Wirken, wie Sorge für Gemeinwohl, Gleichheit, Frieden ... ihre Gültigkeit. Längst ist für diese Werte nicht nur die Politik zuständig. Neuer Kern der Operationsweise für Politik ist die Erzeugung von Legitimität. Die Steuerungsaufgabe der Politik besteht darin, neue Verfahrensweisen zu finden, die eine Verständigung, Abstimmung und Koordination zwischen komplexen, selbstreferentiellen Systemen ermöglichen.
Helmut Willke ist Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld.

Schlagworte zu diesem Titel
selbstreferentielle Semantiken | gesellschaftlicher Diskurs | Politik | Gesellschaft | Regierung

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Erschienen 1992, Aufl. 1
ISBN 9783851650341
168 x 108 mm
40 Seiten
Preis 7,20 EUR
Status: verfügbar

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