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Jürgen Hasse
Heimat und Landschaft
Zur Aktualisierung zweier Utopien. Über Gartenzwerge, Center Parcs und andere Ästhetisierungen
Die Bedingungen menschlicher Vergesellschaftung sind gegenwärtig einem einschneidenden Wandel unterworfen. Vor allem (medien-)technische Innovationen gestalten über Kultur und Ökonomie die Lebenswelt der Menschen um.
Der Essay arbeitet an konkreten Beispielen (Gärten, Landschaften der Werbung, Euro-Disney, technologische Zukunftsprojekte, Cyberspace, orbitale und unterirdische Lebenswelten) ästethische Dimensionen der Identitätsbildung heraus. Ausgangspunkt sind die Utopien „Heimat“ und „Landschaft“, die unter den Bedingungen einer technischen, ökonomischen und kulturellen (Post-)Modernisierung in einem neuen Licht erscheinen. Als Abstraktionen werden sie ins Imaginäre transformiert. Die Frage der individuellen Beherrschbarkeit der Identitäts-Katalysatoren „Heimat“ und „Landschaft“ ist höchst ambivalent zu beurteilen: Werden die Individuen in einem Ästhetisierungs-Rausch selber „vertextet“ oder vermögen sie in einem mimetischen „Regress“ die Spielregeln letztlich für sich umzuschreiben, um selber (Co-)Autoren einer ästhetischen Aneignung der Welt zu werden?
Jürgen Hasse, Jahrgang 1949, lehrt Geographie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main.

Schlagworte zu diesem Titel
Vergesellschftung | Kultur | Ökonomie | Utopie | Virtuelle Realität

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Erschienen 1993, Aufl. 1
ISBN 9783851650440
208 x 128 mm
104 Seiten
Preis 12,30 EUR
Status: verfügbar

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