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Ralf Bohn
Der psychosemiologische Komplex
Über die Anfänge der Psychoanalyse und das Reale in den Wissenschaften
Seit der Traumdeutung begann Freud, die Psychoanalyse zugleich als Technik und Institution zu installieren. Von Erfolg ist sein Paradigma einer Institutionalisierung von Wissen deshalb begleitet, weil er einen Übertragungsweg von Realem und Realität instrumentalisiert. Er geht vom Symptom aus, um die Dekonstruktion der Realität reversibel zu machen. In „kriminalistischen“ Falluntersuchungen bringt er die Leiche des Subjekts zum Sprechen.
Der Essay folgt Freuds Rekonstruktion mit Rücksicht auf die zentrale Inversionsstelle von Physik, Psychoanalyse und Philosophie: das „funktionale Phänomen“.
In Anbetracht der semiologischen Technik, zugleich mit dem Objekt eine Methode zu entwickeln, wird der Versuch unternommen, Subjektivität in den virtuellen Dimensionen des Realen zu verifizieren. Grundfiguration dieses postmodernen Typus der Selbstreflexion von Wissenschaftsgenealogie ist der psychosemiologische Komplex. Ihm wird beispielhaft in der Quantenphysik, den detektivischen Methoden von Chandler bis Hitchcock und – ironisch invertiert – den Produktionsbedingungen des Autors nachgegangen.
Ralf Bohn lehrt Design-Theorie in Düsseldorf.

Schlagworte zu diesem Titel
Psychoanalyse | Institutionalisierung von Wissen | semiologische Technik | Freud, Sigmund | Wissenschaft | Semiotik | Dekonstruktion

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Erschienen 1993, Aufl. 1
ISBN 9783851650617
208 x 128 mm
280 Seiten
Preis 31,90 EUR
Status: verfügbar

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