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Georg Vobruba
Gemeinschaft ohne Moral
Theorie und Empirie moralfreier Gemeinschafts-Konstruktionen
Nichts gegen Gemeinschaften. Problematisch aber ist „Gemeinschaft“ als Ordnungsvorstellung für Gesellschaft. Denn wer vorschlägt, Probleme in der Gesellschaft im Geiste der Gemeinschaft zu lösen, spekuliert mit Moral-Beständen, die nicht mehr oder nur noch um den Preis kollektiver Regression politisch mobilisierbar sind.
Über solchen rückwärtsgewandten Versuchen wird die Praxis moralfreier, von Interessen geleiteten Gemeinschafts-Konstruktionen übersehen. Die Frage nach den Möglichkeiten von „Gemeinschaft ohne Moral“ richtet die sozialwissenschaftliche Aufmerksamkeit auf die moralfreien Gemeinschafts-Konstruktionen. Die Untersuchung beginnt mit einer Vergewisserung des sozialwissenschaftlichen und politischen Gehalts von „Gemeinschaft“. Die Analyse wird theoretisch und empirisch anhand von Krisenpolitik, Sozialpolitik, Verbändepolitik und transnationaler Hilfe ausgeführt.
Georg Vobruba, geboren 1948 in Wien, ist Professor für Soziologie an der Universität Leipzig.

Schlagworte zu diesem Titel
Gesellschaft | Sozialwissenschaft | Gemeinschaft | Moral

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Erschienen 1994, Aufl. 1
ISBN 9783851651126
208 x 128 mm
232 Seiten
Preis 24,70 EUR
Status: verfügbar

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