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Bettina Fraisl
Körper und Text
(De-)Konstruktionen von Weiblichkeit und Leiblichkeit bei Mela Hartwig
Die österreichische Autorin Mela Hartwig („Bin ich ein überflüssiger Mensch?“) zeichnet vor allem in ihren frühen Schriften (1927–1931) die binäre Konstruktion der Geschlechter im Hinblick auf ihre körperlichen Attributierungen vielschichtig, in durchaus affirmativer und kritischer Weise nach. In ihren Texten vollzieht sich über den literarästhetischen Diskurs die partielle Dekonstruktion der tradierten Modelle und die Rekonstruktion einer per definitionem fragilen und variablen – modernen weiblichen – Identität, der in äußerst ambivalenter Weise sowohl Vielfältigkeit und Sensibilität als auch die stete Gefahr von Vereinnahmung und Auflösung inhärent sind.
Im Zentrum der Analyse von Bettina Fraisl steht der Körper als Ort von Identitäts- und Alteritätskonstruktionen, in denen sich zeitgenössische Denkweisen und Projektionen manifestieren. Diese zeugen von Umbrüchen hinsichtlich Konzeptionen der Geschlechterdifferenz in einer krisenhaft gewordenen Moderne.
Bettina Fraisl ist Literaturwissenschaftlerin und Mitarbeiterin im SFB Moderne in Graz.

Schlagworte zu diesem Titel
Literaturwissenschaft | Textanalyse | Dekonstruktion | Identität | feministische Literaturwissenschaft | Geschlechterdifferenz | Hartwig, Mela

Rezensionen
Kakanien Revisited, Ulrike Kadi (23. April 2002)

 

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Erschienen 2002, Aufl. 1
ISBN 9783851655285
155 x 235 mm
456 Seiten
Preis 49,30 EUR
Status: verfügbar

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