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Thomas Askani
Die Frage nach dem Anderen
Im Ausgang von Emmanuel Lévinas und Jacques Derrida
Die Frage nach dem Anderen ist keine Frage. Sie vollzieht sich vielmehr im Dazwischen vom Denken und dem Anderen des Denkens, und das heißt: als Unterlaufung eines Denkens qua Repräsentation und als Erschütterung der Opposition von Frage und Antwort – ein Spekulieren darauf, dass die Frage nach dem Anderen schon begonnen hat. Ein Denken des Anderen zu beginnen hieße, sich in ein Spiel hineinzubegeben, in dem der Ernst ernster als der Ernst ist, in eine Fiktion einzutreten, in der Fiktion und Realität noch nicht vollständig voneinander abgehoben sind. Spiel, und kein Spiel, in der Dislokation des Ursprungsgedankens immer neu herbeigezwungenes Niemandsland, in dem das Denken nicht heimisch würde.
Anhand eines an Derridas Dekonstruktion orientierten Lektüreansatzes arbeitet Askani zentrale argumentative Strukturen im Werk Lévinas’ heraus und eröffnet gleichzeitig den Raum für ein Denken der différance als jenem Un-Ort des Denkens, an dem die Unterscheidung von Realität und Fiktion, die Unterscheidung auch vom Denken und dem Anderen des Denkens ins Trudeln gerät.
Thomas Askani, geboren 1967, studierte Philosophie u.a. an der Ecole Normale Supérieure und der Sorbonne in Paris sowie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.

Schlagworte zu diesem Titel
Philosophie | Dekonstruktion | Lévinas, Emmanuel | Derrida, Jacques | Différance | Alterität | das Andere

 

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Erschienen 2006, Aufl. 2
ISBN 9783851657562
235 x 155 mm
168 Seiten
Preis 22,60 EUR
Status: verfügbar

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