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Franzobel
Moser oder Die Passion des Wochenend-Wohnzimmergottes
Hans Moser, dieser Wiener Charlie Chaplin, Volksschauspieler schlechthin, brachte wie kein anderer den typischen Österreicher zum Ausdruck. Mit seiner kauzigen Art, seinem watschelnden Gang, seinem G’schau und dem berühmten Nuscheln verkörperte er den hierzulande gängigen Eigensinn, die unbestechliche Souveränität des kleinen Mannes.
Für Franzobel ist Hans Moser, diese große Kunstfigur des Raunzens, aber auch ein Wiener Bruder Gustav Gründgens‘, ein Mephisto. Die Nazizeit brachte ihn, den Unpolitischen, steil nach oben. Er wurde bestverdienender Schauspieler, musste aber damit fertig werden, dass seine geliebte jüdische Frau nach Budapest und seine Tochter nach Buenos Aires flüchten mussten. Er hatte enormen Erfolg, wurde von den Massen geliebt, verkörperte das minimal widerständige Österreich und war doch einsam und unglücklich.
Franzobel sieht in Hans Moser eine große Kulminationsfigur des 20. Jahrhunderts. An ihm lassen sich Hoffnungen und Ängste, Couragiertheit und Durchlavieren zeigen, Macht und Ohnmacht des Einzelnen in den Mühlen der Geschichte. So wie er die kleinen Spielräume seiner festgeschriebenen Rollen nutzte, extemporierte, ist er noch immer Sinnbild für die Freiheit auf österreichisch.
Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, lebt als freischaffender Fahrradfahrer in Wien und betätigt sich gelegentlich auch als Autor von Romanen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken und Essays.

Mots-clés pour ce titre
Biographie | österreichische Geschichte | Film

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Critiques
Die Furche. Nr. 9, Patrick Blaser, S. 14 (04.03.2010)

 

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Paru en 2010, tir. 1
ISBN 9783851658316
208 x 128 mm
120 pages
Prix 14,00 EUR
statut: disponible

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