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Jacques Derrida
Bleibe
Maurice Blanchot
Herausgegeben von Peter Engelmann
Übersetzt von Hans-Dieter Gondek

Reihe Passagen forum

Neben Gestade legt auch Bleibe ein Zeugnis von jener besonderen Freundschaft ab, die Jacques Derrida und Maurice Blanchot verbunden hat.
Blanchots Werk von 1994, Der Augenblick meines Todes, das den Beinahe-Tod (s)einer Erschießung durch die deutschen Besatzer am 20. Juli 1944 schildert, war Anstoß für diese Schrift. Darin befragt Derrida die Literatur nach ihrem Verhältnis zu Tod, Leiden oder Passion und das Zeugnis nach seinem Verhältnis zu Wahrheit, Literatur und Fiktion.
Eine Reinheit oder Unschuld des Zeugnisses gibt es nicht. Es ist immer der Fiktion bedürftig, schwebt in Gefahr des Meineids – so auch die „autobio-thanatographische“ Erzählung Blanchots. Bei aller Freundschaft unterlässt es Derrida nicht, sich mit den politischen Einsätzen dieser Schrift als möglicher Rechtfertigung auseinanderzusetzen. Am Ende wird nicht nur die Aporie des Zeugen als eines Überlebenden sichtbar, sondern auch die Aporie eines Lebens, welches das unmittelbare Bevorstehen des Todes zwar überlebt hat, aber damit auch schon einen Tod gestorben ist.
Jacques Derrida (1930-2004) lehrte Philosophie in Paris und den USA.

Schlagworte zu diesem Titel
Tod | Leiden | Passion | Wahrheit | Literatur | Fiktion

Weitere Titel von Jacques Derrida, Peter Engelmann, Hans-Dieter Gondek

Rezensionen
thalia.at, Ralf Rother, (16.6.2011)

 

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Erschienen 2011, Aufl. 2
ISBN 9783851659689
208 x 122 mm
136 Seiten
Preis 19,40 EUR
Status: verfügbar

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