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Jacques Rancière
Politik der Literatur
Herausgegeben von Peter Engelmann
Übersetzt von Richard Steurer

Reihe Passagen forum

In "Politik der Literatur" geht es nicht darum, ob die SchriftstellerInnen Politik betreiben oder sich eher der Reinheit ihrer Kunst widmen sollen, sondern darum, wie diese Reinheit selbst mit der Politik zu tun hat.

Die Politik der Literatur ist nicht die Politik der SchriftstellerInnen und ihres Engagements. Sie betrifft auch nicht die Weise, wie diese die gesellschaftlichen Strukturen oder politischen Kämpfe darstellen. Der Ausdruck „Politik der Literatur“ setzt eine spezifische Verbindung voraus zwischen der Politik als Form der kollektiven Praxis und der Literatur als bestimmte historische Ordnung der Schreibkunst. Rancière versucht zu zeigen, wie die literarische Revolution tatsächlich die sinnliche Ordnung umwirft, die die traditionellen Hierarchien unterstützte. Er geht aber auch der Frage nach, warum die literarische Gleichheit jeden Versuch vereitelt, die Literatur in den Dienst der Politik zu stellen oder sie an ihre Stelle zu setzen. Rancière erprobt seine
Hypothesen an Schriftstellern wie Flaubert, Tolstoi, Mallarmé, Brecht oder Borges und verweist auch auf die Konsequenzen für die psychoanalytische Interpretation, die historische Erzählung oder die philosophische Konzeptualisierung.
Jacques Rancière, geboren 1940, ist emeritierter Professor für Philosophie und Kunsttheoretiker in Paris

Schlagworte zu diesem Titel
Politik | Literatur | Flaubert | Tolstoi | Mallarmé

Weitere Titel von Jacques Rancière, Peter Engelmann, Richard Steurer

Rezensionen
Journal Phänomenologie, Christian Sternad (Heft 40/2013)

 

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Erschienen 2011, Aufl. 2
ISBN 9783851659788
235 x 140 mm
264 Seiten
Preis 35,00 EUR
Status: verfügbar

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