Originaltitel: The Dog in Art from Rococo to Post-Modernism
Noch nie ist der Hund so bevorzugt behandelt worden wie von dem international angesehenen amerikanischen Kunsthistoriker Robert Rosenblum, der anhand von Hundebildnissen, auf denen Menschen bestenfalls Statistenrollen spielen, die großen sozialen und kulturellen Veränderungen aufzeigt, die zwischen dem Rokoko und der Postmoderne in der westlichen Welt stattgefunden haben. Ebenso witzig wie kenntnisreich präsentiert er in dieser ironisch-ernstgemeinten Hommage an den besten Freund des Menschen 61 Gemälde, Aquarelle, Photographien, Skulpturen und Architekturentwürfe, die das Thema Hund in allen nur erdenklichen Variationen abhandeln. Ganze Welten eröffnen sich hier aus der Hundeperspektive: der artifizielle Charme des Rokoko im Bildnis eines königlichen Jagdhundes, romantisches Naturempfinden in Gainsboroughs Porträt einer Hundemutter; die Sentimentalität der Spätromantik in künstlerischen Verherrlichungen vierbeiniger Genies oder Lebensretter; der Sieg der Moderne in den sinnlichen Hundedarstellungen großer Impressionisten und Expressionisten; der Anbruch des Maschinenzeitalters in den analytischen Studien von Muybrigde und Balla oder der kometenhafte Aufstieg der Werbung in dem wahrscheinlich meist-reproduzierten Hundebild der Welt, His Master's Voice.
Robert Rosenblum ist Professor für Kunstgeschichte an der New York University und dem New Yorker Institute of Fine Arts. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter 'Jean-Auguste Dominique Ingres', 'Cubism and Twentieth Century Art' und (gemeinsam mit H.W. Janson) '19th-Century Art'.