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Rudolf Heinz
Oedipus complex
Zur Genealogie von Gedächtnis
Ödipus immer wieder und kaum Ende trotz des Anti-Ödipus und allen offensichtlichen Aufklärungsschwunds der Psychoanalyse mit ihrem subjektivistisch bornierten Ödipuskomplex? Gewiss nicht. Denn mit der fortschreitenden Aushöhlung der weiland politischen Großmythologie Ödipus zu einer infantilen Trivialität, potenziert sich das Malheur seiner Wiederkehr im Objektiven: Ödipus – revenant, epochengemäß medial. Überfällig demnach seine sich mythosophisch fortschreibende sinnen- und gedächtnis- kurzum: medien theoretische Lesart, in der die ganze Unterwelt der Memorials spruchreif wird. Ödipus, zumal als Greis – lahm, blind, sich selbst betäubend das letzte Gerüchtewort Mensch nur noch schreiend: der Aufstand aller inkompatiblen Sinne. „Ödipus’ Stunde naht“ – das weiße Rauschen, schließlich.
Rudolf Heinz, geboren 1937, ist Professor für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und als dissidenter Psychoanalytiker psychiatrisch tätig.

Schlagworte zu diesem Titel
Psychoanalyse | Ödipus-Komplex | Ödipus | Ödipuskomplex | Philosophie | Medientheorie

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Erschienen 1991, Aufl. 1
ISBN 9783900767808
208 x 128 mm
176 Seiten
Preis 15,40 EUR
Status: verfügbar

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