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Frühjahr 2017

Die Faszination für den französischen Philosophen Alain Badiou besteht nicht so sehr in der Überzeugungskraft seiner kommunistischen Hypothese, sondern in seiner unnachgiebigen Forderung, Alternativen zu den gesellschaftlichen Verhältnissen zu suchen, die zu einer solidarischen Gesellschaft führen sollen. Diese Haltung verbindet ihn seit vielen Jahren mit dem Passagen Projekt. Als Resultat sind fast 20 Bücher von ihm im Passagen Verlag erschienen. Sie liefern eine kohärente, philosophisch begründete Analyse der Erscheinungsformen und gesellschaftlichen Auswirkungen des globalisierten Kapitalismus und begründen seine kommunistische Hypothese als Ausweg. Das macht Alain Badiou im Moment nicht nur zum „gefährlichsten Philosophen Europas”, wie die Berliner Zeitung schreibt, sondern auch zum gefragtesten. Umso mehr freuen wir uns, dass er uns anlässlich des kommenden 30-jährigen Jubiläums des Passagen Verlags am 21. September 2017 den ersten Text für die Erneuerung unserer Reihe Passagen Hefte gegeben hat. Trump. Tag der Wahl basiert auf einen Vortrag, den Alain Badiou am Abend des 8. Novembers in Los Angeles gehalten und dann später in Boston wiederholt hat. In diesem Buch erklärt Badiou das Phänomen Trump und entwickelt Ideen, wie wir dem im Augenblick überwältigenden Vormarsch rechter Kräfte eine alternative Politik entgegensetzen können. Die neu aufgelegten Passagen Hefte sollen auch in Zukunft spontanen Interventionen zu aktuellen Themen sowie kurzen grundlegenden Texten unserer Autoren auf den verschiedenen Gebieten Platz bieten.

Der neue Gesprächsband mit Alain Badiou, Für eine Politik des Gemeinwohls, vertieft und ergänzt die Argumente des Autors aus seinem Text zu Trump ideal. Eine weitere Neuerscheinung in unserer Reihe Passagen Gespräche stellt die französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin Hélène Cixous vor. Wie keine Zweite steht sie mit ihrem Leben und Werk für die Risse und Katastrophen des 20. Jahrhunderts, die sich als roter Faden durch ihr Schreiben ziehen. Das Passagen Projekt bemüht sich seit langem, das Werk dieser französischen Autorin, deren vielschichtigen Biographie stark mit Deutschland verbunden ist, bekannt zu machen. Wir hoffen, dass unser Gesprächsbuch dazu beiträgt, die deutschsprachigen Leser zum Werk dieser Autorin hinzuführen.

Neben Büchern von jüngeren französischen Autoren wie Ivan Segré und dem Gemeinschaftswerk Foucault gegen Foucault von François Caillat, Leo Bersani, Georges Didi-Huberman, Arlette Farge und Geoffroy de Lagasnerie finden Sie in diesem Frühjahrsprogramm auch den zweiten und abschließenden Teil von Jacques Derridas grundlegenden Überlegungen zur Souveränität, Das Tier und der Souverän. Damit haben wir in 30 Jahren fast 50 Titel dieses Philosophen, der zu den bedeutendsten unserer Zeit zählt, im Passagen Projekt übersetzt und Ihnen zur Verfügung gestellt.

Als letztes möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf ein neues Buch von Felix Philipp Ingold lenken. Weltende, Kunstende, Lebensende untersucht die Todeskonzepte der russischen Moderne und macht dabei viele bisher verstreute Materialien erstmals in deutscher Übersetzung zugänglich. So gewinnt es den Charakter eines ausführlichen Grundlagenwerkes zur Beschäftigung mit der Eigenheiten der russischen Kultur.

Zum Schluss noch ein Hinweis, falls Sie unsere Autoren im Gespräch mit mir zu aktuellen gesellschaftlichen Themen live erleben wollen: Wir setzen im Jubiläumsjahr unsere erfolgreiche Veranstaltungsreihe Passagen Gespräche nicht nur in Berlin im Gorki-Thater, sonder auch in Hamburg in der Kampnagelfabrik, in Zürich in der Gessnerallee, in Frankfurt im Mousonturm und in Wien im Seper Depot fort. Weitere Orte sind im Gespräch. Sie finden die stets aktuellen Informationen über unsere Aktivitäten sowie Berichte und Mitschnitte auf unsere Facebook-Seite, unserem YouTube-Kanal, auf unserer Homepage und in unserem Podcast.

Peter Engelmann

Zum Frühjahrskatalog als PDF-Version gelangen Sie hier.

 
Peter Engelmann

Peter Engelmann