Timothy Snyder

Und wie elektrische Schafe träumen wir

Humanität, Sexualität, Digitalität

Digitale Wesen beuten unsere Tendenz zur Selbstüberschätzung aus, fördern unsere falschen Überzeugungen, instrumentalisieren unsere sexuellen Ängste, reduzieren uns auf isolierte Tiere. Timothy Snyder diskutiert die Gefahren, die aus der digitalen Welt erwachsen.

Der Historiker Timothy Snyder nimmt den 1950 entwickelten Turing-Test des englischen Mathematikers und Logikers Alan Turing und eine etwa zeitgleich erschienene Kurzgeschichte von Isaac Asimov zum Ausganspunkt, um verschiedenen Konstellationen der Interaktion zwischen menschlichen und digitalen Wesen nachzugehen. Unweigerlich ergeben sich daraus Problemstellungen betreffend Ethik, Freiheit und Wahrheit. Und es stellt sich die grundlegende Frage: Was heißt es, Mensch zu sein? Snyders Zeitdiagnose fällt dabei düsterer aus als die dystopischen Visionen der Science-Fiction-Literatur. Es gibt in unserer Zeit, so der Autor, bereits Ansätze einer digitalen Tyrannei, die sich durch eine systematische Negation der Wahrheit auszeichnet. Sein Fazit: Ohne Festhalten an der Wahrheit und an Fakten lassen sich weder Freiheit noch Demokratie bewahren.

Details
Einband Pb
Umfang 80 Seiten
Format 12,2 x 20,8
ISBN 978-3-7092-0412-2
Ersch.Datum März 2020
Übersetzt von Andreas Wirthensohn
10,20 
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Pressestimmen

  • Aufrüttelnd zeigt Snyder: Wenn wir uns im Internet bewegen, quasi isoliert voneinander, bemerken wir oft gar nicht die Widersprüche, die online kursieren.

    Corinne Orlowski - WDR3 21.08.2020
  • „Snyders Essay ist für alle ein erhellendes Buch, die in den Sozialen Medien unterwegs sind und die Gedankenexperimente lieben.“

    Corinne Orlowski für WDR 3 / 21.08.2020