Slavoj Žižek

Pandemie!

COVID-19 erschüttert die Welt

Unser Planet wurde von einer beispiellosen globalen Pandemie erfasst. Wer könnte ihre tiefere Bedeutung besser ergründen, ihre schwindelerregenden Paradoxien besser aufzeigen und über die Folgen und deren Tragweite eindringlicher spekulieren als der einflussreiche slowenische Philosoph Slavoj Žižek – und das auf atemberaubende, schweißtreibende Art und Weise?

Wir leben in einer Zeit, in der der größte Ausdruck von Liebe darin besteht, zum Objekt seiner Zuneigung Distanz zu halten; in der Regierungen, die für die rücksichtslose Kürzung öffentlicher Ausgaben bekannt sind, plötzlich wie von Zauberhand Milliarden bereitstellen können; in der Toilettenpapier zu einer Ware wird, die kostbar ist als Diamanten. Es ist eine Zeit, in der, so Žižek, eine neue Form des Kommunismus der einzige Weg sein wird, um den Abstieg in globale Barbarei abzuwenden.
Mit seinem lebendigen Schreibstil und Hang zu populärkulturellen Analogien (Quentin Tarantino und H.G. Wells treffen hier auf Hegel und Marx) liefert Žižek eine ebenso scharfsinnige wie provokative Momentaufnahme dieser Krise, die sich mehr und mehr ausbreitet und uns alle erfasst.

Details
Einband Pb
Umfang 112 Seiten
Format 12,2 x 20,8
ISBN 978-3-7092-0441-2
Ersch.Datum November 2020
Übersetzt von Aaron Zielinski
15,30 
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Pressestimmen

  • Es ist noch nicht klar, was dieser Schock für die Welt bedeuten wird, aber in spontanen Hochrechnungen der Begriffe zeigt sich, dass so gut wie alles sich verändert. Nichts wird mehr so sein, wie wir es einmal verschriftlicht haben.

    Helmuth Schönauer - BIP
  • „Was Kant seinen Schülern in den Vorlesungen bei vielen Gelegenheiten sagte: „Sie werden bei mir nicht Philosophie lernen, aber – philosophieren“, gilt auch für diese kleine Schrift. Philosophie muss alltagstauglich sein und uns helfen, den Nebel zu lichten, der über den Verhältnissen liegt. Ich habe das Bändchen wochenlang in der Jackentasche mit mir herumgetragen und an allen möglichen Orten und auf zahlreichen Bänken sitzend darin gelesen. Ein größeres Kompliment kann man einem Autor kaum machen.“
    Götz Eisenberg - junge Welt 24.03.2021
  • „Vernünftiger als vieles andere, was man heute so an aufgewühlten Zeitdiagnosen
    der pandemischen Gesellschaft zu lesen bekommt.“
    Robert Misik – Falter 12/20
  • „Eine ideologische Momentaufnahme aus dem ersten Lockdown, eine zwischen Dystopie und Zukunftstraum changierende Projektion jener globalen Prozesse, die aus der Krise folgen könnten.“
    Stefan Grissemann – Profil 15.11.2020