Alain Badiou

Philosophie und die Idee des Kommunismus

Im ersten Band der Reihe Passagen Gespräche entfaltet Alain Badiou im Gespräch mit Peter Engelmann vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Krisenszenarien seine Argumente, warum er trotz negativer historischer Erfahrungen an der Idee des Kommunismus festhält.

Zentrale Themen sind dabei die Antizipation eines Kommunismus ohne Staat, die Problematik des Begriffs der Demokratie und die Analyse des Kapitalismus als pathologisches System. In der Erörterung seiner politischen Philosophie geht Badiou auch auf aktuelle gesellschaftspolitische Phänomene und Entwicklungen wie den “Arabischen Frühling” oder die Situation in China ein. Das Gespräch liefert nicht nur einen hoch aktuellen Beitrag zur Frage nach den Möglichkeiten alternativer Gesellschaftsorganisation, sondern bietet auch eine Einführung in Badious philosophisches Denken und erläutert seine zentralen Begriffe im Kontext zeitgenössischen Denkens.

Details
Einband Paperback
Umfang 112 Seiten
Format 12,2 x 20,8
ISBN 978-3-7092-0107-7
Ersch.Datum März 2014
Übersetzt von Erwin Steinbach
15,30 
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Pressestimmen

  • "Es gibt Begriffe, die sind wie Dynamit. Kommunismus ist so einer. [...]
    Einer, der für die Idee des Kommunismus streitet, ist der französische Philosoph, Mathematiker und Ex-Maoist Alain Badiou. In vielen Punkten ist er sich einig mit Slavoj Zizek, beide haben es als "gefährlichste Denker der Gegenwart" unter Feuilletonisten, die noch an die Gefahr durchs Denken glauben, zu großer Popularität gebracht. [...]
    Ja, die Geschichte ist eine Geschichte von Irrtümern, die Idee jedoch müsse als Form der Kritik befreit werden und ihre politische Form letztlich noch finden."

    Tania Martini - Taz, 21.12.2013
  • "Gefährlich ist Alain Badiou nicht nur für die Bewahrer des Bestehenden, sondern auch für die Revolutionstraditionalisten, für diese besonders. Weil er den Umsturz von oben will, an- und herbeigeführt von einer Geisteselite. [...]
    Peter Engelmann, Gründer des Passagen Verlags und in der DDR aus politischen Gründen zu zwei Jahren Haft verurteilt, hält Badiou in einem sehr aufschlussreichen, bewundernswert bohrenden Gespräch vor, dass er sehr froh sei, dem nichtkapitalistischen System der DDR entflohen zu sein. Auf dieser Grundlage wisse er "den ausgesprochenen Unterschied und Fortschritt zu schätzen". Aber man müsse nicht sehr weitblickend sein, um zu sehen, dass der Kapitalismus eine "äußerst zerstörerische Gesellschaft" hervorbringe."

    Dirk Pilz - Frankfurter Rundschau, 12.06.2013
  • "Im Dialog mit Engelmann kommen die optimistischen Vorzüge von Badious Konzeption [...] ebenso zur Sprache wie die unterschiedliche Bewertung der realsozialistischen Vergangenheit [...].
    So schaffen die beiden Gesprächspartner eine äußerst fruchtbare Verflechtung von philosophischer Grundsatzdebatte, kritischer Analyse und einem perspektivischen Blick auf die Zukunft, die dank der Gesprächsform genauso pointiert wie verständlich daherkommt."

    Alexander Struwe - Portal für Politikwissenschaft 25.07.2013