Davide Sisto

Der Tod geht online

Unsterblichkeit, Gedächtnis und Trauer im Zeitalter der digitalen Kultur

Schon heute bilden die sozialen Netzwerke den größten Friedhof der Welt. Doch ruhen die Verstorbenen im Internet nicht: Als gespenstische Wiedergänger suchen sie die Welt der Lebenden heim, in einer Gesellschaft, die Tod und Endlichkeit buchstäblich vor ihre Tore verbannt hat. 

Das Facebook-Profil des verstorbenen Freundes wird für Angehörige zur virtuellen Grab- und Gedenkstätte. Durch Chatbots, Avatare und Hologramme reißt die Kommunikation mit den Lieben auch post mortem nicht ab. Und die Speicherkapazitäten heutiger Server und Datenträger ermöglichen es jeder lebenden Person, eine digitale Kopie ihrer selbst zu erstellen, die sie nach ihrem Tod ‚vertreten‘ kann. Macht das digitale Zeitalter den uralten Traum der Unsterblichkeit wahr? Oder werfen die technologischen Möglichkeiten der Gegenwart uns mehr denn je auf unsere Endlichkeit zurück? Anhand von aktuellen Beispielen aus Kino, Fernsehen, Popkultur und Internet geht dieses Buch der Frage nach, wie sich das Verhältnis der Menschen zur Sterblichkeit im Zeichen des Digitalen wandelt.

Details
Umfang 200 Seiten
Format 14,0 x 23,5
ISBN 978-3-7092-0582-2
Ersch.Datum März 2024
Übersetzt von Laura Strack
30,00 
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