Erst Irrtum macht Täuschung: Wenn in diesem Buch von der Lüge die Rede ist, geht es vor allem um die Belogenen.
Was für die Irrenden ein Fehler oder das Falsche ist, hat für die Täuschenden seine Richtigkeit: Es trägt zum Gelingen ihrer Absichten bei. Täuschende und Irrende, „sie stecken unter einer Decke“, wie Jankélévitch einmal sagte. So gesehen werden wir nur in die Irre geführt, in die wir von selbst gehen – Hand in Hand mit der täuschenden Person, wie es die Rede vom „Täuschungsvertrag“ will. Das Verhältnis von Täuschung und Irrtum ist demnach doppelt strukturiert: als Widerstreit und Kooperation.
In Täuschungsarten stehen nicht, wie so oft, die Raffinessen der Täuschenden im Vordergrund, sondern die Naivität der Irrenden. Sie sind es, die das für jede Täuschungsart notwendige Element der Falschheit beisteuern, indem sie sich irren. Was machen wir als Belogene (und nicht als Lügende) falsch – gegen welche Regeln oder Normen verstoßen wir als Getäuschte?
Details
Umfang 200 Seiten
Format 15,5 x 23,5
ISBN 978-3-7092-0681-2
Ersch.Datum Oktober 2026
ReihePassagen Philosophie
26,00 €
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