Siegfried Gerlich

Sinn, Unsinn, Sein

Philosophische Studien über Psychoanalyse, Dekonstruktion und Genealogie

Psychoanalyse als Philosophie und vice versa – unter den Auspizien poststrukturalistischen Denkens eine paranoische Verschlingung ohne Ende? Tatsächlich führen diese paralacanschen Studien auf dem Wege einer philosophischen Transformation der Psychoanalyse hinein in ein hoffnungslos immanenzverstricktes Denkdickicht, nicht indessen, um darin heroisch-diskurspolizeilich wiederum Ordnung zu schaffen, vielmehr um dem rationalitätskonstitutiven Ordnungsbegehren selber dessen unauflösliche Verdrängungsknoten in blutiger Mimikry vorzuhalten. Muss sich dabei die Schlinge schon um die einem rückschlägigen double-bind erliegende hermeneutische Psychoanalyse zuziehen, so gewinnt doch auch deren grammatologische Fortschreibung keine Luft zum Atmen, die sich nicht restlos aufbrauchte in der pathognostischen Einsicht in die notorisch gewaltverstellte Schuld- und Opfergenealogie dieses nichts als ontologischen Unbewussten selber.

Details
Einband Paperback
Umfang 222 Seiten
Format 15,5 x 23,5
ISBN 978-3-85165-019-8
Ersch.Datum Januar 1992
28,80 
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