Maurice Godelier
Wie der Okzident die Welt in Besitz nahm
Eine Geschichte der Globalisierung vom 15. bis zum 21. Jahrhundert
Wie weit hat die Expansion Europas die moderne Welt geprägt – und wo konnten andere Kulturen ihre Eigenständigkeit behaupten? Maurice Godelier analysiert die Anfänge, die Ausbreitung und die Krise der eurozentrischen Globalisierung und liefert eine präzise Bestandsaufnahme ihrer historischen Folgen.
Seit dem 15. Jahrhundert hat sich Europa – durch Eroberungen, Handel und Missionstätigkeit – als Bezugspunkt der Moderne durchgesetzt. Gesellschaften auf allen Kontinenten gerieten unter okzidentalen Einfluss und wurden so Teil einer verflochtenen Weltgeschichte. Maurice Godelier untersucht die unterschiedlichen Wege dieser Angleichung: Wie haben sich übernommene Institutionen mit eigenständigen Traditionen verbunden und wo gab es Widerstände? Der Zusammenbruch des Fortschrittsoptimismus erlaubt eine nüchterne Neubewertung der globalen Dynamik des Industriekapitalismus. Durch seine historische Analyse zieht Godelier diese Bilanz und stellt die Frage, welche Perspektiven sich für die okzidentalen Gesellschaften eröffnen, deren Vorrangstellung ins Wanken geraten ist.
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