Gerhard Gotz begibt sich ausgehend von der Relativität der menschlichen Erfahrungswelt auf die Suche nach dem Letztgrund alles Relativen. Dieser erschließt sich dem Autor im Durchgang durch einzelne wichtige Stationen der Philosophiegeschichte und über sie hinaus als in sich differenziertes, sinnstiftendes Sein. Das Wissen davon wird zu praxisleitender Einsicht oder Ontosophie.
Ein Buch, das sich die absolute Begründung alles Endlichen zum Ziel setzt, muss in einer dem Relativismus ergebenen Epoche unzeitgemäß wirken. Angesichts der vielfältigen globalen Herausforderungen erscheint es aber umso dringlicher, die großen Linien der philosophischen Tradition wachzurufen und nachzuzeichnen, um die wirklichen Grundlagen für das Empirische ebenso wie für die menschliche Theorie und Praxis zu erkunden. Gerhard Gotz zieht in diesem Buch, das Resultat jahrzehntelanger Forschung ist, vor allem Platon und Kant heran, um aus deren Systematik notwendige Denkschritte zur Lösung des Begründungsproblems zu entlehnen, andrerseits aber auch die Grenzen dieser Lösungsversuche aufzuzeigen. Darauf aufbauend führt Gotz sowohl über Platons absoluten Idealismus als auch über Kants Idealismuskritik hinaus und erschließt in neuer Weise eine Fundierungsebene, die sowohl individuelle Freiheit als auch universale Sinnorientierung gewährleisten soll.
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