Andreas Herberg-Rothe

Lyotard und Hegel

Dialektik von Philosophie und Politik

„Wer mit logischen Gründen eine oberste Metasprache ausschließt, erkennt letzten Endes doch etwas Übergeordnetes, ein absolutes Sprachspiel, an: das ,Logische‘“ (Walter Reese-Schäfer): Dieser performative Widerspruch gilt auch für die entschiedensten Kritiker Hegels. Die Delegitimation der „großen Erzählungen“ wie Moderne und Sozialismus durch Lyotard ist eine große Erzählung, die des postulierten Eigensinns von Heterogenität, Diskontinuität und Andersheit. Tragisch wird diese Position, wenn Lyotard das unendliche Leid von „Auschwitz“ als „Unsagbares“ gegenüber Hegel diskursiv instrumentalisiert. Nur eine „andere Dialektik“ kann diesen performativen Widersprüchen entgehen, indem zwei logisch verschiedene Begriffe der Grenze auch im Prozess der Globalisierung unterschieden werden: Grenzen, die überschritten werden, und solche, die für das menschliche Handeln unüberschreitbar bleiben.

Details
Einband Paperback
Umfang 304 Seiten
Format 15,5 x 23,5
ISBN 978-3-85165-718-0
Ersch.Datum Oktober 2005
35,00 
Preis inkl. Ust. exkl. Versandkosten
ab 50€ versandkostenfrei in De,AT,S