Benno Hübner

Aufruf zu einer Polyphonen Humanitas

Erst die theoretische Liquidierung der Metaphysik als Ausdruck eines – jeweiligen – HETERONOMEN Willens hat die Befreiung des autonomen Willens der Menschen ermöglicht. Auf den Trümmern der Metaphysiken, die sich als anthropofactum erwiesen haben, werden immer stärker menschliche Stimmen laut, die eine Polyphone HUMANITAS fordern. Der Einbruch des kausal-logischen in das teleologische Denken hat zum metaphysischen Identitäts-Bruch geführt, zur Rückführung alles Metaphysischen auf ein anthropofactum. Wenn aber Metaphysik nichts anderes ist als eine anthropologische Projektion, dann geschehen die Dinge auf der Welt nicht – mehr – „um GOTTES“ oder sonst eines metaphysischen ANDEREN Willen, sondern allein um der Menschen Willen: Metaphysik ist Anthropologie.

Damit die Menschen zu ihren Rechten, den Menschenrechten, kamen, mussten sie GOTT das Recht auf den Menschen nehmen. An die Stelle der einen Stimme Gottes erklingt seit Kants „Volljährigkeit des Menschen“ allerorts eine Vielzahl menschlicher Stimmen, die eine Gesellschaft fordern, die den unterschiedlichen Menschen und ihren Bedürfnissen solidarisch gerecht wird: eine Polyphone HUMANITAS.

Details
Einband Paperback
Umfang 246 Seiten
Format 15,5 x 23,5
ISBN 978-3-7092-0070-4
Ersch.Datum Januar 2015
27,80 
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