Fotini Ladaki

Im Labyrinth der Seele

Oder: Die Seele als Kathedrale des Teufels

Wenn das Unbewusste das Labyrinth der Seele ist, in dem der Minotaurus unserer Traumata lauert, dann ist ein Entrinnen nur möglich, indem wir die Sprache zum Faden der Ariadne machen. Freud hat den Faden der Sprache aufgegriffen und ist ihm wie kaum ein Zweiter gefolgt.

Wie das Über-Ich die Instanz des Gewissens, der Moral und unserer Wertvorstellungen ist, so ist das Es ein dunkler Ort, an dem böse und antisoziale Triebe, finstere Gedanken und Gefühle lauern und an dem man manchmal ein Leben lang verweilen muss, weil sich kein Ausweg aus dem Labyrinth auftut. Mit Freud kann daher behauptet werden, dass die unreflektierte Seite der menschlichen Seele eher der Kathedrale des Teufels als einem Gotteshaus ähnelt. Nur wer in der Lage ist, die teuflischen Anteile seiner Seele ins Göttliche zu übersetzen, erfährt seine individuelle Epiphanie – und es ward Licht.
Der Band beschließt – im Anschluss an „Die Geburt der Seele“ und „Der Maskenball der Seele“ – Fotini Ladakis Seelentrilogie.

Details
Einband Pb
Umfang 136 Seiten
Format 12,8 x 20,8
ISBN 978-3-7092-0431-3
Ersch.Datum Oktober 2020
15,30 
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