Einen Papst, der an nichts glaubt und Männer liebt, mag es schon gegeben haben, einen, der es einbekennt und hoch hält, nicht.
Unter der Fiktion, Franziskus sei anders, als wir es wissen, bereits 2017 gestorben, wird der Niederländer Julius Meijer zum Papst gewählt. Er nennt sich Kalixt IV, einen zweiten Namen, Johannes XXIV., hält er geheim. Offiziell der Reformer, den seine Unterstützer sich wünschen, zieht er von weit her Menschen an sich. Schwul, Atheist, Kind einer 1940 umgekommenen österreichischen Jüdin, löst er nach und nach alle moralischen und dogmatischen Positionen der katholischen Kirche auf. Mit seinem jungen Helfer und letzten Geliebten Sylvain Gottesmann nimmt er Unehrlichkeit und Täuschungen auf sich, um der katholischen Kirche wie allen christlichen Religionen die Wurzeln aufzugraben. Sylvain soll sein Testamentsvollstrecker werden. Die erzählten Begebnisse führen rund um den Globus und ereignen sich hauptsächlich in den Jahren 2017-18. Die Zeit ist über sie hinweggegangen, Johannes XXV. ist die Zukunft.
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© Götz Wienold








