Preis der Entropie zeigt, wie Informationszunahme neues Chaos produziert – in Technik, Medien und Alltag. Das Buch macht sichtbar, wie dieser Unordnung mit KI begegnet werden soll und wie das Projekt einer übermenschlichen Maschine in mathematischen Theorien und religiösen Motiven bereits angelegt ist.
Welchen Preis bezahlt die Welt für ihr Streben nach Ordnung? Mathematik, Natur‑ und Ingenieurwissenschaften stellen die Kosten des Ordnens als beherrschbar dar, auch dort, wo der Ordnungsgewinn Informationsüberschüsse nach sich zieht. In der Lebenswelt des Menschen hingegen schlägt sich dieser Preis als Unordnung bis hin zum Chaos nieder. Dem soll als Nächstes eine autonome künstliche Intelligenz begegnen. Doch was einige der bedeutendsten Physiker und Mathematiker des 20. Jahrhunderts mit ihr verbanden, geht über das hinaus, was die seit den 1950er Jahren laufenden Debatten über künstliche Intelligenz ahnen lassen. Von den mittelalterlichen Kombinatoriken Ramon Llulls und Abraham Abulafias, in denen noch die Namen Gottes zirkulierten, bis zu heutigen KI‑Architekturen lässt sich eine Kontinuität verfolgen, die auf eine radikale Lösung hinausläuft: die Konstruktion eines Gottes.
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