Franzobel

Hamlet oder Was ist hier die Frage?

Franzobel schafft es, den Staub, der auf den alten klassischen Dramen liegt, wegzublasen und Tragik in pure Komik zu verwandeln. So wird die furchtbar dramatische Geschichte des Hamlet in ein Wiener Volksstück verwandelt, das zum Todlachen ist!

In dieser Version ist Hamlet nicht der Prinz von Dänemark, der seines Vaters beraubt wird und sich in seinem Rang als Thronfolger bedrängt sieht. Nein, dieser Hamlet heißt eigentlich Herbert und ist der Sprössling einer wohlsituierten Wiener Kunsthändlerdynastie, den Auer-Weißblech-Mosts. Auch wenn deren Familienverhältnisse nicht viel mit jenen der dänischen Krone gemein haben, drehen sich die Intrigen in der Wiener Schickeria um nichts anderes als Macht, Geld und – natürlich – Liebe. So mag manch eine Ausführung einer bösen Absicht übertrieben dilettantische Züge annehmen, sodass das ‚Drama‘ nur so von Lächerlichkeiten wimmelt. Aber vielleicht legt Franzobel mit seiner Fassung bloß die Absurdität offen, die bereits im Urstoff die Beweggründe liefert für so viel Habsucht, Mord und Totschlag?

Details
Einband Pb
Umfang 80 Seiten
Format 12,8 x 20,8
Auflage1,
ISBN 978-3-7092-0194-7
Ersch.Datum August 2015
12,20 
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